Farne
Farne – robuste Schattenpflanzen für viele Gartenbereiche
🌿 Die meisten Farne stammen aus Waldgebieten, weshalb sie von Natur aus Schatten lieben und dort besonders gut wachsen. Dennoch gibt es einige Arten, die auch in sonnigen Bereichen oder sogar im Steingarten gedeihen können. Außerdem bevorzugen viele Farne einen leicht sauren Boden, wobei der Hirschzungenfarn und der Streifenfarn im Gegensatz dazu kalkhaltige Böden mögen. Fühlen sich Farne an ihrem Standort wohl, vermehren sie sich zuverlässig – entweder durch Sporen, durch Brutknospen wie bei den Schildfarnen (Polystichum) oder durch Ausläufer wie beim Perlfarn (Onoclea). Dadurch können sie sich über die Jahre zu beeindruckenden Beständen entwickeln.
🌑 Farne für Schatten
Arten, die dunkle Bereiche zuverlässig begrünen
- Frauenfarn (Athyrium filix‑femina)
- Hirschzungenfarn (Phyllitis scolopendrium)
Diese Arten wachsen besonders gut unter Bäumen oder an Nordseiten, weil sie dort konstante Feuchtigkeit finden.
🌤️ Farne für Halbschatten
Vielseitige Arten für Beete und Steingärten
- Streifenfarn (Asplenium trichomanes) – auch für Steingärten geeignet
- Straußfarn (Matteuccia struthiopteris)
- Perlfarn (Onoclea sensibilis)
Diese Farne vertragen etwas mehr Licht, wodurch sie flexibel einsetzbar sind.
☀️ Farne für sonnige Standorte
Arten, die mehr Licht vertragen
- Wurmfarn (Dryopteris filix‑mas)
- Königsfarn (Osmunda regalis)
Sie benötigen dennoch ausreichend Feuchtigkeit, damit sie nicht austrocknen.
🍃 Wintergrüne und immergrüne Farne
Struktur im Garten – auch im Winter
Wintergrün:
- Streifenfarn
- Rotschleierfarn (Dryopteris erythrosa) – roter Austrieb
- Filigranfarn (Polystichum setiferum)
Immergrün:
- Hirschzungenfarn (Phyllitis scolopendrium) – einziger Farn mit ungeteilten Wedeln
Diese Arten behalten ihr Laub lange, sodass sie auch im Winter Struktur geben.
💡 Tipp für den Herbst
Herabfallendes Laub sollte liegen bleiben, denn es dient als natürlicher Winterschutz und verwandelt sich im Frühjahr in wertvollen Kompost.
🛠️ Pflanzhinweise
Vor und nach der Pflanzung
Vor der Pflanzung:
Der Boden sollte gut vorbereitet werden. Deshalb empfiehlt es sich, Unkraut zu entfernen, den Boden zu lockern und Kompost oder Humus einzuarbeiten. Gegebenenfalls kann Sand beigemischt werden, damit die Erde dauerhaft locker bleibt.
Nach der Pflanzung:
Reichliches Einschlämmen ist wichtig, weil dadurch Hohlräume im Boden verschwinden und die Erde eng an die Wurzeln gespült wird. Nur so können Farne Wasser und Nährstoffe optimal aufnehmen.
🔗 Interne Links
- Weitere Schattenpflanzen: Hosta / Funkien
- Pflanzanleitung: Boden richtig vorbereiten
- Passende Begleitpflanzen: Waldstauden
