Rosen

Pflanzanleitung

und Pflege

Pflanzanleitung und Pflege von Rosen

Die Pflanzung von Container-Rosen ist außer bei Bodenfrost ganzjährig möglich.
Container-Rosen - falls trocken - vor dem Pflanzen gründlich wässern! Niemals mit trockenem Wurzelballen einpflanzen.

Standort:
  • An der vorgesehenen Pflanzstelle dürfen vorher keine Rosen gestanden haben. Die neue Rose würde nicht wachsen oder sogar absterben (Bodenmüdigkeit).
  • Der Standort soll offen, hell, luftig (keine windstille Ecke) und sonnig bis halbschattig sein, damit die Blätter bei Feuchtigkeit so schnell wie möglich abtrocknen.

  • Pflanzung:
  • Das Pflanzloch doppelt so breit und mind. 1,5x so tief ausheben, wie der Container ist.
  • Die obere ´gute´ Erdschicht neben das Pflanzloch schichten, die steinige oder lehmige Erde aus tieferen Schichten nicht verwenden.
  • Die ´gute´ Erde neben dem Pflanzloch 1 : 1 mit Kompost, Blumenerde oder Humus mischen. Das Pflanzloch soweit mit der Erdmischung auffüllen, dass die Veredelungsstelle der Rose (dicke Stelle am Wurzelhals) ca. 5 cm unter die Erde kommt (wichtiger Winterschutz).
  • Wenn die Rose in der richtigen Höhe sitzt, mit der restlichen Erde komplett auffüllen und gut einschlämmen. Dadurch werden die Hohlräume zwischen den Bodenpartikeln beseitigt, Klumpen zerfallen und das Erdreich wird dicht an und um die Feinwurzeln gespült. Nur so können die Pflanzen genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

  • Rosenschnitt
    Grundregeln

  • Rosen ohne Schnitt werden ´hochbeinig´. Das Schneiden erhält die Rosen kompakt, kräftig, gesund und großblütig.
  • Keinen starken Rückschritt im Herbst durchführen, da in die Schnittwunden Frost eindringen kann, besser im Frühjahr, sobald keine starken Nachfröste mehr zu befürchten sind (Ende Februar bis Ende März).
  • Ein starker Rückschnitt hat einen starken Neuaustrieb zur Folge.
  • Immer schräg 1 cm über einem nach außen zeigenden Auge (Blatt- oder Triebknospe) schneiden.Zeigt das Auge in Richtung Rosenmitte, wächst voraussichtlich ein Trieb in Richtung Mitte, was vermieden werden sollte. Zeigt das Auge nach außen ist ein Neutrieb zu erwarten, der nach außen wächst – wichtig für einen lockeren Aufbau!

  • Rosenschnitt im Frühjahr

    Der Schnitt im Frühjahr (Beet-, Edel- und Strauchrosen): Zuerst alle quer nach innen wachsenden Triebe am Ansatz entfernen. Altes Laub vom Vorjahr sollte entfernt werden um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Dann alle schwachen und dünnen Triebe herausschneiden, denn daran entwickeln sich nur noch schwächere Triebe mit winzigen Blüten die die Pflanze unnötig Kraft kosten. Da übers Jahr auch ab und zu alte Triebe absterben, sollte gleichzeitig auch ´totes Holz´ entfernt werden.

    Bei Beet- und Edelrosen (auch auf Stamm) zuerst dünne und tote Triebe herausschneiden, zum Schluss die verbliebenen Triebe auf 3 – 5 Augen zurücknehmen.

    Strauchrosen müssen nicht zwingend jedes Jahr geschnitten werden, nur totes Holz wird entfernt. Ein älterer oder zu groß gewordener Strauch sollte allerdings einen radikalen Verjüngungsschnitt erhalten, bei dem Sie nur 3 bis 4 starke Triebe mit 30 – 40 cm Höhe stehen lassen.

    Einmalblühende Strauchrosen sollten Sie gar nicht schneiden, denn diese blühen am alten Holz. Auch hier wird nach mehreren Jahren ein Verjüngungsschnitt notwendig. Der geschieht am Besten direkt nach der Blüte, man lässt nur einige kräftige jüngere Triebe stehen, der Rest wird komplett abgeschnitten.

    Kletterrosen (öfter blühende) schneidet man nicht regelmäßig zurück, da sich im Laufe mehrerer Jahre eine gewisse Höhe aufbauen soll. Bei Bedarf im Frühjahr nur auslichten und ausputzen. Falls nötig ist auch ein starker Rückschnitt ins alte Holz möglich.

    Einmalblühende Kletterrosen wie Ramblerrosen schneiden.

    Ramblerrosen werden gar nicht geschnitten, können aber bei Bedarf sofort nach der Blüte eingekürzt, ausgelichtet oder auch stark zurückgeschnitten werden. Niemals im Herbst oder Frühjahr schneiden, da sie nur am alten Holz blühen und die nächste Blüte dann ausfallen würde.

    Bodendeckerrosen sind anspruchslos. Der Schnitt ist gleich wie bei Beetrosen. Wenn´s schnell gehen soll, kann man mit der Heckenschere alles ca. 15 – 20 cm über dem Boden abschneiden.

    Stammrosen werden ausgeputzt und ausgelichtet wie oben beschrieben und dann die verbliebenen Triebe auf 20 – 40 cm zurückgeschnitten. Eine Ausnahme bilden die einmalblühenden Kaskadenrosen, die am vorjährigen Holz blühen und nur leicht in Form gebracht werden.

    Rosenschnitt im Sommer
    Schneiden von Rosen während der Blüte

  • Mehrmals blühende Rosen: Laufend abgeblühte Blüten rausschneiden. Wird das vergessen, entwickeln sich aus den Blüten Hagebutten, deren Entwicklung die Rose sehr viel Kraft kostet. Das hat zur Folge dass die Rose in diesem Sommer kaum oder gar nicht mehr weiterblüht. Man schneidet nicht nur das Verwelkte weg, sondern weiter unten über einem 5 – bis 7-teiligen Blatt, das von der Rosenmitte weg nach außen zeigt, 1 cm schräg über dem Auge.
  • Einmal blühende Rosen: Verblühtes nicht abschneiden, da sich an dieser Stelle bis zum Spätsommer oder Herbst meist dekorative Hagebutten entwickeln.
  • Sollten im Laufe des Sommers Wildtriebe erscheinen, müssen diese immer entfernt werden. Wildtriebe kommen aus dem Wurzelbereich unter der Veredelungsstelle. Die Blätter sind dann meist matt und 7- statt 5-teilig.

  • Die Düngung:
    Mehrfach blühende Rosen müssen ab März mehrmals (ca. alle 4 Wochen) im Jahr gedüngt werden. Letzte Düngung ca. Mitte August, damit die Triebe vor dem ersten Frost noch ausreifen können.
    Organischer Dünger: Meist Gemische aus mehreren organischen Stoffen. Die enthaltenen Nährstoffe müssen von den Bodenlebewesen erst in mineralische Form umgewandelt werden, bevor sie von den Pflanzen aufgenommen werden können.
    Mineralischer Dünger (auf der Basis von chemischen Stoffen hergestellt): Wird dieser in Verbindung mit Wasser aufgelöst, sind die Nährstoffe ohne Bodenlebewesen sofort für die Pflanze verfügbar.
    Ab Anfang März ist der richtige Zeitpunkt für die erste organische Düngung.
    Mit mineralischem Dünger bitte noch warten, bis das Wachstum in vollem Gange ist. Wenn Sie mineralischen Dünger (z.B. Blaukorn) zu früh ausstreuen, wird der Dünger ohne von den Rosen aufgenommen zu werden an den Wurzeln vorbei in das Grundwasser gewaschen.
    Wir empfehlen eine Düngung mit Rosendünger und Blaukorn im Wechsel.

    Pflanzenschutz an Rosen
    Der echte Mehltau ist eine häufige Erkrankung: Ein weißer, mehlartige Belag legt sich auf Blättern, Knospen und Blüten. Der echte Mehltau lässt sich abwischen. Die befallenen Pflanzenteile werden nach einiger Zeit braun und sterben ab.
    Der Sternrußtau findet sich hauptsächlich auf den älteren Blätter der Rosen: Es bilden sich unterschiedlich große, kreisförmig schwarze Flecken mit fasrigem Rand. Betroffene Blätter werden gelb und fallen vorzeitig ab. Wenn nichts unternommen wird sind diese Rosenstöcke oft schon im August völlig kahl.
    Rosenrost erkennt man an gelblichen bis rötliche Flecken auf den Blättern, auf der Unterseite zeigen sich Pusteln.
    Sternrußtau und Rosenrost überwintert auf den abgefallenen Blättern, deswegen laufend alle kranken Blätter aufsammeln.

    Eine regelmäßige Behandlung mit Pflanzenstärkungsmittel ab dem Austrieb stärkt die Pflanzen gegen die wichtigsten Pilzerkrankungen. Wir empfehlen:
  • Schachtelhalm - Natürliches Pflanzenhilfsmittel für kräftiges und gesundes Wachstum. Stärkt die Pflanze gegen Insektenbisse und Pilzkrankheiten.Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure ernährt die Pflanzen und stärkt somit das Gewebe.
  • oder
  • Algoplasmin - 100% Naturprodukt zur Aktivierung der pflanzeneigenen Abwehrkraft, wirkt wuchsfördernd und wurzelkräftigend, stimuliert und regeneriert den pflanzlichen Stoffwechsel.

  • Werden bereits die ersten Krankheitssymptome sichtbar, sollten Sie sofort mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel gegen Pilzkrankheiten spritzen (auch die Blattunterseiten). Am besten wiederholen Sie die Spritzung noch zweimal im Abstand von 10 Tagen. Das ist sehr wichtig, da Pilzkrankheiten nur gestoppt – nicht geheilt werden können. Wird die Spritzung nicht wiederholt, hat der Neuzuwachs keinen Schutz!

    Verkahlte Kletterrosen verjüngen
    Ältere Kletterrosen zeigen oft reichlich Blüten im obersten Drittel und verkahlte Äste von unten her. Dies ist eine Folge fehlender Verjüngung.
    Ein einfacher Trick kann das Problem lösen, aber nur wenn sich die Triebe noch biegen lassen:
    Im Winter zwischen Dezember und März biegen Sie 1 bis 3 der älteren starken Triebe in großem weitem Bogen zum Boden hinab und befestigen dies mit grobem Bindematerial irgendwo an einem Zaun, Klettergerüst oder stabilen U-Eisen. An diesen jetzt mehr oder weniger waagerechten Trieben werden auf fast der ganzen Länge schlafende Augen geweckt, die im nächsten Frühjahr kräftig durchtreiben. Nicht vergessen ab März zu düngen. Sobald die neuen entstandenen Seitentriebe ca. 15 – 20 cm lang sind, dürfen Sie die herunter gebundenen Äste wieder lösen. Falls die neuen Triebe zu zahlreich sind oder zu dicht stehen, dürfen Sie selbstverständlich einige heraus schneiden.
    Die neuen Triebe wachsen kräftig weiter und setzen Blüten an, sodass Ihre Kletterrose jetzt über die gesamte Höhe reichlich blühen wird.
    Sollten sich die Triebe nicht mehr biegen lassen, hilft im Frühjahr nur ein kräftiger Rückschnitt bis ins alte Holz, damit sich die Rose von unten her neu aufbauen kann.

    Winterschutz an Rosen
    Leichte Nachtfröste schaden nicht. Der richtige Zeitpunkt richtet sich nach der Wetterlage, frühestens Anfang November.
    Beet-, Edel-, Kletter- und Strauchrosen werden ca. 10 – 20 cm hoch mit Gartenerde oder Pflanzhumus angehäufelt. Das schützt die Veredelungsstelle vor starken Frösten. Laub ist nicht geeignet da sich durch Niederschläge Fäulnis bilden kann. Als zusätzlichen Schutz können auch Fichten- und Tannenreisig darauf gelegt werden. Sie schützen vor starker Verdunstung durch eisigen Winde und vor intensiver Sonneneinstrahlung. Die Abdeckung erst wegnehmen, wenn es wirklich Frühling wird.
    Bodendeckerrosen brauchen in der Regel keinen Winterschutz.
    Stammrosen – hier werden die Kronen mit Sackleinen, luftdurchlässigem Vlies oder Nadelreisig eingepackt. Niemals Plastikfolien verwenden (Treibhauseffekt)!



    Ihr Oskar-Team


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