Moorbeetpflanzen

Schadbilder an Rhododendren

Knopenbräune, Rhododendronzikaden, Dickmaulrüssler....

Braune Knospen = Knospenbräune, Knospensterben

Hier handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die die Blütenknospen und manchmal auch darunterliegende Blätter absterben lässt. Übertragen wird dieser Pilz durch die Rhododendronzikade (siehe nächster Punkt).

Bitte sofort die abgestorbenen Knospen rausbrechen oder bei Bedarf bis ins gesunde Holz ausschneiden. Vorbeugend in den folgenden Wochen/Monaten auf jeden Fall die Rhododendronzikade bekämpfen (siehe nächster Punkt).

Rhododendronzikaden

Bemerkbar macht sich der Schädling durch hin- und herspringen bei Berührung der Blätter (ab Mai/Juni). Anfang Mai schlüpfen die gelblichen Larven, nach mehrmaligem Häuten (weiße Hüllen) ab Juli dann die gefllügelten grün/rot-gestreiften Vollinsekten. Sie halten sich meist auf den Blattunterseiten auf: Die Saugschäden durch die Zikade richten kaum Schaden an.
Der eigentliche Schaden entsteht bei der Eiablage in die Blattknospen im Herbst: Durch die Einstichstellen dringt ein Pilz in die Knospe ein, die danach braun wird und abstirbt.
Um das Knospensterben aufzuhalten, empfehlen wir die befallenen Knospen auszubrechen. Spritzmittel gegen den Pilz gibt es nicht, allerdings Insektenbekämpfungsmittel gegen die Zikaden. Wir beraten Sie gerne. Bei starkem Befall haben Sie auch die Möglichkeit die erwachsenen fliegenden Zikaden mit geleimten Gelbtafeln anzulocken und damit zu vernichten.


Gelbsucht – Chlorose

Wenn die Blätter gelb werden, kann dies verschieden Gründe haben:
    PH-Wert zu hoch?
    Eisenmangel?
    Staunässe?
    Zu wenig Wurzeln?
    Hoher Kalkzutritt durch Gießen oder aus dem Umfeld?
    Wurzeln sind aus dem Moorbeet in die normale Erde gewachsen?
Um die Ursache zu klären, beraten wir Sie gerne.

Dickmaulrüßler

Bemerkbar macht sich der Schädling durch U-förmigen Randfraß an den Blättern (Buchtenfraß) ab Mai. Der Käfer ist grauschwarz und 10 – 12 mm lang, nachtaktiv und versteckt sich tagsüber im Boden, unter Laub oder Steinen.
Der eigentliche Schaden wird allerdings durch die ca. 12 mm langen Larven (weiß, gekrümmt mit braunem Kopf) verursacht.
Ab Juli schlüpfen die gefräßigen Larven aus den überwinterten Eiern, die dann die Wurzeln abfressen. Als Folge kümmert die Pflanze und stirbt bei starkem Befall schließlich ab.
Ab Oktober wandern die Larven tiefer in den Boden um dort zu überwintern. Im Frühjahr verpuppen sie sich und ab Mai schlüpft die neue Generation Käfer. Etwa ab Juni legt der Käfer seine Eier in die Nähe der Wirtspflanzen ab.
Eine wirksame Bekämpfung ist nur möglich durch Absammeln aus ihren Verstecken am Tage, oder durch Gießen mit Nematoden (Bodentemperatur mindestens 5° C im Frühjahr oder Herbst). Nähere Informationen erhalten Sie bei uns im Pflanzenmarkt.

Phytophtera-Welke

Die Blätter an einzelnen Trieben hängen glanzlos herunter und vertrocknen, bei starkem Befall kann die ganze Pflanze welken.
Abhilfe schafft das sofortige Entfernen des befallenen Triebes: Entweder den gesamten Trieb knapp über dem Boden abschneiden, oder mindestens 10 cm tief ins noch gesunde Holz schneiden, damit der Pilz durch die Saftzirkulation nicht in die gesunden Pflanzenteile transportiert wird.
Um die restliche Pflanze und benachbarte Rhododendren zu schützen, empfehlen wir Aliette von Celaflor zu gießen.


Einrollung der Blätter

ist ein Verdunstungsschutz: Im Sommer eine Folge von Trockenheit, im Winter von tiefem Bodenfrost.


Blattfleckenkrankheiten

Meist sind Blattflecken eine Folge mangelnder Ernährung oder nicht zusagender Standortverhältnisse. Die Pflanzen könne durch verschiedene pilzliche Erreger befallen werden, die alle braune Blattflecken in variablen Formen verursachen:
braune Flecken von der Blattspitze her
braune Flecken vom Blattrand ausgehend
dunkelbraune bis schwarze unregelmäßig eckige Flecken
Am einfachsten ist es, den Pilz mit einem geeigneten (breitwirkenden) Pilzmittel zu bekämpfen. Besuchen Sie uns im Pflanzenmarkt, wir beraten Sie gerne, denn die Zulassung der Pflanzenschutzmittel ändert sich ständig.
Sie können auch Abhilfe schaffen, indem Sie einen günstigeren Standort suchen, oder kranke Pflanzen eventuell durch robustere Sorten austauschen.



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